Was ist ein Extraktverhältnis?
Ein Extraktverhältnis beschreibt das Verhältnis von Ausgangsmaterial zu fertigem Extrakt. Bei einem 200:1 Extrakt werden beispielsweise 200 kg getrocknete Tongkat-Ali-Wurzel verwendet, um 1 kg Extrakt herzustellen. Je höher die erste Zahl, desto konzentrierter ist das Endprodukt (Quelle: Studie zu Extraktverhältnissen und Wirkstoffgehalt (2014)).
Dieses Prinzip ist in der Pflanzenkunde weit verbreitet und wird bei vielen traditionellen Rohstoffen angewendet. Der Vorteil einer höheren Konzentration liegt darin, dass die relevanten sekundären Pflanzenstoffe in größerer Dichte vorliegen. Bei Tongkat Ali sind dies vor allem die Quassinoide, allen voran Eurycomanon.
Es ist wichtig zu verstehen, dass ein höheres Extraktverhältnis nicht automatisch ein besseres Produkt bedeutet. Entscheidend ist die tatsächliche Konzentration der Schlüsselinhaltsstoffe und die Qualität des Ausgangsmaterials.
Grundprinzip der Extraktion
Ein 200:1 Extrakt bedeutet: Aus 200 Teilen Rohmaterial entsteht 1 Teil Extrakt. Die Konzentration der bioaktiven Verbindungen steigt entsprechend – vorausgesetzt, das Ausgangsmaterial und der Extraktionsprozess sind hochwertig.
Die gängigen Extraktverhältnisse im Vergleich
Auf dem internationalen Markt finden sich verschiedene Extraktverhältnisse. Die häufigsten sind 1:50, 1:100 und 1:200. Jedes dieser Verhältnisse hat seine eigene Berechtigung und eignet sich für unterschiedliche Anwendungsbereiche.
Das 1:200 Verhältnis gilt in der internationalen Forschung als Goldstandard und wird in den meisten klinischen Studien verwendet. Malaysische Forschungseinrichtungen wie das Forest Research Institute Malaysia (FRIM) arbeiten fast ausschließlich mit diesem Extraktverhältnis.
Das 1:100 Verhältnis stellt einen Mittelweg dar und wird häufig in Produkten verwendet, die ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Konzentration und Kosten anstreben. Das 1:50 Verhältnis ist weniger konzentriert und wird teilweise in Mischprodukten eingesetzt.
| Extraktverhältnis | Rohmaterial pro 1 kg Extrakt | Typischer Eurycomanon-Gehalt | Verbreitung in Studien |
|---|---|---|---|
| 1:200 | 200 kg Wurzel | 1,0–2,5 % | Sehr häufig (Goldstandard) |
| 1:100 | 100 kg Wurzel | 0,5–1,2 % | Gelegentlich |
| 1:50 | 50 kg Wurzel | 0,2–0,6 % | Selten |
| 1:20 | 20 kg Wurzel | < 0,2 % | Kaum verwendet |
| Rohpulver | 1 kg Wurzel | < 0,05 % | Nicht in Studien |
Der Extraktionsprozess im Detail
Die Herstellung eines hochwertigen Tongkat-Ali-Extrakts ist ein mehrstufiger Prozess, der Fachwissen, moderne Technologie und strenge Qualitätskontrollen erfordert. Der Prozess beginnt mit der Auswahl und Trocknung des Wurzelmaterials.
Nach der Trocknung wird das Material zerkleinert und in einem Lösungsmittel – üblicherweise heißes Wasser oder eine Wasser-Ethanol-Mischung – extrahiert. Dieser Schritt löst die gewünschten sekundären Pflanzenstoffe aus dem Pflanzenmaterial heraus. Die Temperatur, die Dauer und das verwendete Lösungsmittel beeinflussen maßgeblich, welche Inhaltsstoffe in welcher Konzentration im Extrakt landen.
Nach der Extraktion wird die Lösung gefiltert, um Pflanzenreste zu entfernen. Anschließend erfolgt die Konzentration durch Verdampfung des Lösungsmittels. Der letzte Schritt ist die Sprühtrocknung, bei der aus der konzentrierten Lösung ein feines Pulver entsteht.
Die Qualität des Endprodukts hängt von jedem einzelnen dieser Schritte ab. Bereits die Wahl der Extraktionstemperatur kann darüber entscheiden, ob hitzeempfindliche Verbindungen erhalten bleiben oder zerstört werden.
- Trocknung und Zerkleinerung des Wurzelmaterials
- Extraktion mit Wasser oder Wasser-Ethanol-Gemisch
- Filtration zur Entfernung von Pflanzenresten
- Konzentration durch kontrollierte Verdampfung
- Sprühtrocknung zum fertigen Extraktpulver
- Qualitätskontrolle per HPLC-Analyse
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Standardisierung – warum das Extraktverhältnis allein nicht ausreicht
Ein häufiger Irrtum besteht darin, dass ein höheres Extraktverhältnis automatisch ein besseres Produkt garantiert. In Wirklichkeit ist die Standardisierung auf bestimmte Inhaltsstoffe mindestens ebenso wichtig wie das Extraktverhältnis selbst.
Standardisierung bedeutet, dass der Extrakt auf einen definierten Mindestgehalt eines bestimmten Inhaltsstoffs eingestellt wird. Bei Tongkat Ali ist der wichtigste Marker Eurycomanon – ein Quassinoid, das als Leitsubstanz für die Qualitätsbewertung dient.
Ein standardisierter 200:1 Extrakt mit garantiert mindestens 1 % Eurycomanon ist einem nicht standardisierten 200:1 Extrakt deutlich überlegen, da beim nicht standardisierten Produkt der tatsächliche Wirkstoffgehalt stark schwanken kann. Faktoren wie Erntezeit, Alter der Wurzel und Verarbeitungsbedingungen können den Eurycomanon-Gehalt erheblich beeinflussen.
Wichtige Fakten
Eurycomanon – der Schlüssel zur Qualitätsbewertung
Eurycomanon ist das am intensivsten erforschte Quassinoid in Tongkat Ali. Es wurde erstmals in den 1980er Jahren isoliert und seitdem in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten untersucht. In der internationalen Forschung gilt Eurycomanon als der zentrale Biomarker für die Qualität eines Tongkat-Ali-Extrakts.
Der Eurycomanon-Gehalt variiert je nach Herkunft, Alter der Pflanze und Extraktionsmethode. Hochwertige 200:1 Extrakte erreichen typischerweise einen Eurycomanon-Gehalt von 1,0 bis 2,5 Prozent. Extrakte mit einem Gehalt über 2 Prozent gelten als besonders hochwertig.
Neben Eurycomanon enthält Tongkat Ali weitere relevante Quassinoide wie Eurycomanol und 13α,21-Dihydroeurycomanon. Auch diese Verbindungen tragen zum Gesamtprofil des Extrakts bei, werden jedoch seltener als Standardisierungsmarker verwendet.
| Inhaltsstoff | Kategorie | Bedeutung für die Qualität |
|---|---|---|
| Eurycomanon | Quassinoid | Primärer Qualitätsmarker |
| Eurycomanol | Quassinoid | Sekundärer Marker |
| 13α,21-Dihydroeurycomanon | Quassinoid | Ergänzender Marker |
| Eurycolacton | Quassinoid | Nebeninhaltsstoff |
| Canthin-6-on-Alkaloide | Alkaloid | Rindenspezifisch |
| Glycosaponine | Saponin | Bitterstoff-Komponente |
Wasser-Extraktion vs. Ethanol-Extraktion
Die Wahl des Extraktionsmittels hat einen erheblichen Einfluss auf das Inhaltsstoffprofil des fertigen Extrakts. Die zwei gängigsten Methoden sind die Heißwasser-Extraktion und die Ethanol-Extraktion (Quelle: Review zu Standardisierung und Qualitätskontrolle (2013)).
Die Heißwasser-Extraktion ist die traditionelle Methode und wird in Südostasien seit Jahrhunderten praktiziert. Sie eignet sich besonders gut für die Extraktion von Quassinoiden und Glycoproteinen. Die meisten in klinischen Studien verwendeten Extrakte basieren auf dieser Methode.
Die Ethanol-Extraktion löst zusätzlich Verbindungen, die in Wasser weniger gut löslich sind. Dadurch kann ein breiteres Spektrum an Inhaltsstoffen gewonnen werden. Allerdings kann Ethanol auch unerwünschte Verbindungen aus dem Pflanzenmaterial lösen.
In der Praxis arbeiten viele Hersteller mit einer kombinierten Methode, bei der zunächst eine Wasserextraktion und anschließend eine partielle Ethanol-Extraktion durchgeführt wird. Dieses Verfahren vereint die Vorteile beider Methoden.
Wer auf der Suche nach einem seriösen Anbieter ist, kann bei uns Tongkat Ali bestellen und von geprüfter Qualität profitieren.
- Heißwasser-Extraktion: traditionell, gut für Quassinoide
- Ethanol-Extraktion: breiteres Inhaltsstoffspektrum
- Kombinierte Methode: vereint beide Vorteile
- Überkritische CO₂-Extraktion: moderne Premium-Methode
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Häufige Irreführungen bei Extraktverhältnissen
Auf dem internationalen Markt existieren zahlreiche irreführende Angaben zu Extraktverhältnissen. Verbraucher sollten sich bewusst sein, dass nicht jede Angabe auf einem Produkt der Realität entspricht.
Ein häufiges Problem sind übertriebene Extraktverhältnisse wie 1:500 oder gar 1:1000. Solche Verhältnisse sind technisch kaum realisierbar und deuten häufig auf minderwertige Produkte hin, die mit synthetischen Zusätzen versetzt wurden. Seriöse Hersteller verwenden in der Regel Verhältnisse zwischen 1:50 und 1:200.
Ein weiteres Problem sind Produkte, die ein hohes Extraktverhältnis angeben, aber keinen Nachweis über den tatsächlichen Eurycomanon-Gehalt liefern. Ohne ein unabhängiges Analysezertifikat (Certificate of Analysis) ist die Angabe eines Extraktverhältnisses wenig aussagekräftig.
Seriöse Hersteller stellen Analysezertifikate zur Verfügung, die den Eurycomanon-Gehalt, Schwermetallbelastungen und mikrobiologische Prüfungen dokumentieren.
Rechtlicher Hinweis für Deutschland
In Deutschland ist Tongkat Ali nicht als Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittel zugelassen. Alle Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Wissensvermittlung und stellen keine Aufforderung zum Verzehr dar. Tongkat Ali wird bei uns als Rohstoff für externe Anwendungen wie Fußbäder oder Räucherwerk angeboten.
Patentierte Extrakte und ihre Bedeutung
Im Bereich der Tongkat-Ali-Forschung haben sich bestimmte patentierte Extrakte etabliert, die in klinischen Studien besonders häufig verwendet werden. Der bekannteste ist der standardisierte Wasserextrakt, der am Malaysian Institute of Technology entwickelt wurde.
Patentierte Extrakte unterscheiden sich von generischen Extrakten vor allem durch ihre konsistente Qualität und die umfangreiche wissenschaftliche Dokumentation. Die Herstellungsprozesse sind genau definiert und werden regelmäßig überprüft.
Für Verbraucher bieten patentierte Extrakte den Vorteil einer nachvollziehbaren Herstellungskette und dokumentierter Qualitätsparameter. Allerdings sind sie in der Regel teurer als generische Extrakte.
200:1
Forschungs-Goldstandard
1–2,5%
Eurycomanon-Gehalt (Premium)
65+
Identifizierte Verbindungen
200 kg
Wurzel für 1 kg Extrakt
Worauf bei der Auswahl eines Extrakts zu achten ist
Die Qualitätsbewertung eines Tongkat-Ali-Extrakts erfordert die Berücksichtigung mehrerer Faktoren. Das Extraktverhältnis allein reicht nicht aus, um die Qualität zu beurteilen. Folgende Kriterien sollten beachtet werden:
Die Kombination aus hohem Extraktverhältnis, dokumentiertem Eurycomanon-Gehalt und unabhängiger Laborprüfung bietet die beste Grundlage für eine fundierte Qualitätsbewertung.
- Extraktverhältnis (idealerweise 1:200)
- Standardisierung auf Eurycomanon (mindestens 1 %)
- Unabhängiges Analysezertifikat (CoA)
- Herkunftsnachweis des Rohmaterials
- Schwermetallanalyse und mikrobiologische Prüfung
- Transparenz des Herstellers
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Zusammenfassung – Extraktverhältnis richtig verstehen
Das Extraktverhältnis bei Tongkat Ali ist ein wichtiger, aber nicht alleiniger Qualitätsindikator. Es beschreibt die Konzentration des Ausgangsmaterials und gibt einen ersten Hinweis auf die Dichte der Inhaltsstoffe. Entscheidend für die tatsächliche Qualität ist jedoch die Kombination aus Extraktverhältnis, Standardisierung auf Eurycomanon und unabhängiger Laborprüfung.
Der 200:1 Extrakt hat sich in der internationalen Forschung als Standard etabliert und wird in den meisten klinischen Studien verwendet. Verbraucher sollten bei der Bewertung eines Produkts immer nach einem aktuellen Analysezertifikat fragen und sich nicht allein auf die Angabe des Extraktverhältnisses verlassen.
Eine kritische und informierte Herangehensweise schützt vor irreführenden Angaben und hilft dabei, hochwertige Rohstoffe von minderwertigen Produkten zu unterscheiden.
