Die Pflanze ist nicht geschlechtsspezifisch – ihre Wahrnehmung schon
Eurycoma longifolia – so der botanische Name von Tongkat Ali – ist eine Pflanze, die in den Regenwäldern Südostasiens heimisch ist. Ihre Wurzel enthält ein komplexes Spektrum an sekundären Pflanzenstoffen, darunter Quassinoide, Alkaloide und verschiedene Triterpene. Diese Verbindungen wirken nicht geschlechtsspezifisch – sie interagieren mit biochemischen Systemen, die bei Männern und Frauen gleichermaßen vorhanden sind (Quelle: Studie mit männlichen und weiblichen Probanden zur Stressreduktion (2013)).
Dass Tongkat Ali überwiegend mit Männern assoziiert wird, hat vor allem mit dem westlichen Marketing zu tun. In der traditionellen malaysischen und indonesischen Pflanzenkunde gibt es diese einseitige Zuordnung nicht. Dort wird die Pflanze als allgemeines Tonikum betrachtet, das Menschen beider Geschlechter und verschiedener Altersgruppen nutzen.
Tatsächlich zeigt ein Blick in die ethnobotanische Literatur, dass Frauen in einigen Regionen Südostasiens Tongkat Ali sogar häufiger traditionell verwendeten als Männer – etwa nach der Geburt eines Kindes oder in der Phase der Wechseljahre.
Beide
Geschlechter nutzen TA traditionell
7+
Studien mit weiblichen Probanden
Jahrhunderte
Traditionelle Nutzung durch Frauen
Hormon
Balance als zentrales Forschungsthema
Traditionelle Nutzung durch Frauen in Südostasien
In der traditionellen Pflanzenkunde Malaysias, Indonesiens und Thailands wurde Tongkat Ali von Frauen in verschiedenen Lebensphasen genutzt. Die Anwendungsgebiete unterschieden sich dabei teilweise von denen der Männer, hatten aber einen gemeinsamen Nenner: die Unterstützung von Vitalität und innerem Gleichgewicht.
Besonders häufig wird in ethnobotanischen Quellen die postpartale Nutzung erwähnt. In einigen malaysischen Gemeinden erhielten Frauen nach der Geburt traditionelle Zubereitungen mit Tongkat Ali, um die Erholung zu unterstützen und die Vitalität wiederherzustellen. Diese Praxis ist Teil eines umfassenderen Konzepts der postpartalen Pflege, das in Südostasien eine lange Tradition hat.
Ein weiterer traditioneller Anwendungsbereich betrifft die Phase der Wechseljahre. Frauen in ländlichen Gebieten Malaysias berichten, dass Tongkat Ali traditionell als Pflanze galt, die beim Übergang in eine neue Lebensphase Unterstützung bieten konnte. Konkrete gesundheitliche Versprechen waren damit nicht verbunden – es ging eher um ein allgemeines Konzept von Balance und Wohlbefinden.
- Postpartale Erholung: Traditionelle Nutzung nach der Geburt in malaysischen Gemeinden
- Wechseljahre: Unterstützung in der Übergangsphase als Teil eines ganzheitlichen Konzepts
- Allgemeine Vitalität: Tongkat Ali als Tonikum für beide Geschlechter
- Energie im Alltag: Traditionelle Nutzung bei Erschöpfung und Müdigkeit
Was die Forschung über Frauen und Tongkat Ali zeigt
Die wissenschaftliche Datenlage zu Tongkat Ali bei Frauen ist dünner als bei Männern – das muss man ehrlich sagen. Die meisten klinischen Studien wurden mit männlichen Probanden durchgeführt, was ein bekanntes Problem in der Forschung zu pflanzlichen Extrakten darstellt. Dennoch gibt es einige Studien, die gezielt weibliche Teilnehmerinnen einbezogen haben.
Eine häufig zitierte Studie von Shawn Talbott und Kollegen aus dem Jahr 2013 untersuchte die Wirkung von Tongkat Ali auf Stressparameter bei 63 Probanden – darunter sowohl Männer als auch Frauen. Die Ergebnisse zeigten bei beiden Geschlechtern eine Verbesserung des subjektiven Stressempfindens und eine Veränderung des Cortisol-Testosteron-Verhältnisses.
Eine weitere Studie aus Malaysia untersuchte die Auswirkungen von Tongkat Ali auf die Lebensqualität älterer Frauen und Männer. Auch hier wurden positive Effekte auf das allgemeine Wohlbefinden berichtet, wobei die Studie keine geschlechtsspezifischen Unterschiede in der Verträglichkeit feststellte.
Studie: Talbott et al. (2013)
In einer randomisierten, placebokontrollierten Studie mit 63 Probanden (Männer und Frauen) zeigte standardisierter Tongkat-Ali-Extrakt eine signifikante Verbesserung des Cortisol-Testosteron-Verhältnisses und des subjektiven Stressempfindens – ohne geschlechtsspezifische Unterschiede in der Verträglichkeit.
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Testosteron bei Frauen – Ein häufig missverstandenes Thema
Viele Menschen sind überrascht zu erfahren, dass auch Frauen Testosteron produzieren – und es brauchen. Testosteron ist kein exklusiv männliches Hormon. Es wird bei Frauen in den Eierstöcken und Nebennieren gebildet und spielt eine Rolle bei Energie, Knochendichte, Muskelmasse und Libido.
Der weibliche Testosteronspiegel liegt deutlich unter dem männlichen – typischerweise bei 15-70 ng/dL im Vergleich zu 300-1000 ng/dL bei Männern. Aber innerhalb dieses niedrigeren Bereichs sind Veränderungen für Frauen genauso spürbar wie für Männer.
Ab dem 30. Lebensjahr sinkt der Testosteronspiegel bei Frauen kontinuierlich. Nach der Menopause kann er auf ein Niveau fallen, das nur noch ein Bruchteil des Wertes in den Zwanzigern beträgt. Einige Forscherinnen und Forscher argumentieren, dass dieser Rückgang zu den typischen Wechseljahresbeschwerden beiträgt – neben dem bekannteren Östrogenrückgang.
| Parameter | Frauen (typisch) | Männer (typisch) |
|---|---|---|
| Gesamttestosteron | 15–70 ng/dL | 300–1000 ng/dL |
| Jährlicher Rückgang ab 30 | ~1–2% | ~1–2% |
| Produktion in | Eierstöcke & Nebennieren | Hoden & Nebennieren |
| Rolle bei Libido | Bedeutsam | Bedeutsam |
| Rolle bei Knochengesundheit | Relevant | Relevant |
Tongkat Ali und die Wechseljahre – Forschungsstand
Die Wechseljahre sind eine Phase massiver hormoneller Umstellung. Östrogen und Progesteron sinken deutlich, aber auch Testosteron und DHEA nehmen weiter ab. Diese Veränderungen können sich in vielfältiger Weise äußern – von Hitzewallungen und Schlafstörungen bis hin zu verminderter Energie und veränderter Libido.
In der internationalen Forschung wird Tongkat Ali zunehmend im Kontext der Wechseljahre untersucht. Eine Pilotstudie aus dem Jahr 2021 untersuchte die Wirkung von Tongkat Ali auf die Lebensqualität von Frauen in der Perimenopause. Die Ergebnisse waren vielversprechend, allerdings war die Studiengröße klein und die Studiendauer begrenzt.
Was in der wissenschaftlichen Diskussion immer wieder betont wird: Tongkat Ali ist kein Ersatz für eine Hormonersatztherapie. Es handelt sich um einen pflanzlichen Rohstoff, der in der traditionellen Pflanzenkunde eine Rolle spielt – nicht um ein Medikament.
Wichtige Fakten
Stress und Cortisol – Ein besonders relevanter Aspekt für Frauen
Chronischer Stress betrifft Frauen statistisch häufiger als Männer – zumindest was das subjektiv berichtete Stressempfinden angeht. Die Doppelbelastung durch Beruf und Familie, gesellschaftlicher Druck und hormonelle Schwankungen können dazu führen, dass der Cortisolspiegel dauerhaft erhöht ist (Quelle: Review zu Eurycoma longifolia mit Abschnitt zu Frauen (2013)).
In diesem Zusammenhang ist die adaptogene Einordnung von Tongkat Ali besonders interessant. Adaptogene Pflanzen werden in der Pflanzenkunde als Substanzen beschrieben, die dem Körper helfen, besser mit Stressoren umzugehen – unabhängig vom Geschlecht. Die bereits erwähnte Studie von Talbott et al. zeigte bei beiden Geschlechtern eine Verbesserung des Cortisolspiegels.
Ob diese Ergebnisse im Alltag von Frauen eine praktische Relevanz haben, kann die aktuelle Forschung noch nicht abschließend beantworten. Aber die Richtung der Daten ist durchaus bemerkenswert.
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“Die adaptogene Wirkung von Eurycoma longifolia scheint geschlechtsunabhängig zu sein, wobei die klinische Datenlage bei Frauen noch deutlich ausgebaut werden muss.”
— Phytotherapy Research, 2020
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Sicherheit und Verträglichkeit bei Frauen
In den verfügbaren Studien, die Frauen einbezogen haben, wurden keine geschlechtsspezifischen Nebenwirkungen berichtet. Das Sicherheitsprofil scheint für Frauen vergleichbar mit dem für Männer zu sein – milde und vorübergehende Effekte, keine schwerwiegenden Probleme.
Allerdings gibt es klare Einschränkungen: Für Schwangere und Stillende existieren keine Sicherheitsdaten. In der internationalen Fachliteratur wird die Anwendung in diesen Phasen einheitlich nicht empfohlen. Das ist keine Besonderheit von Tongkat Ali, sondern gängige Empfehlung für praktisch alle pflanzlichen Extrakte mit hormoneller Aktivität.
Frauen, die hormonelle Kontrazeptiva oder eine Hormonersatztherapie verwenden, wird in Ländern mit Supplement-Zulassung ebenfalls zur Rücksprache mit einem Arzt geraten.
| Aspekt | Datenlage bei Frauen | Bewertung |
|---|---|---|
| Allgemeine Verträglichkeit | Vergleichbar mit Männern in verfügbaren Studien | Positiv |
| Schwangerschaft | Keine Sicherheitsdaten verfügbar | Anwendung nicht empfohlen |
| Stillzeit | Keine Sicherheitsdaten verfügbar | Anwendung nicht empfohlen |
| Hormonelle Kontrazeptiva | Keine Interaktionsdaten | Ärztliche Rücksprache empfohlen |
| Hormonersatztherapie | Theoretisches Interaktionspotenzial | Ärztliche Rücksprache empfohlen |
Hinweis zum rechtlichen Status in Deutschland
Unabhängig von Geschlecht oder Alter gilt für Deutschland: Tongkat Ali ist nicht als Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittel zugelassen. Alle in diesem Artikel dargestellten Informationen beziehen sich auf die internationale Forschung und die traditionelle Nutzung in den Herkunftsländern.
Die Darstellung der frauenspezifischen Aspekte erfolgt aus akademischem Interesse und zur Wissensvermittlung, nicht als Anwendungsempfehlung.
Wichtiger Hinweis
Wichtiger Hinweis: In Deutschland ist Tongkat Ali nicht als Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittel zugelassen. Alle Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Wissensvermittlung über die Pflanze und stellen keine Aufforderung zum Verzehr dar. Tongkat Ali wird bei uns ausschließlich als Rohstoff für externe Anwendungen wie Fußbäder oder Räucherwerk angeboten.
Forschungslücken und zukünftige Studien
Ehrlich gesagt: Die Forschung zu Tongkat Ali und Frauen steckt noch in den Kinderschuhen. Es fehlen groß angelegte, randomisierte kontrollierte Studien, die gezielt weibliche Probanden in verschiedenen Lebensphasen untersuchen. Die vorhandenen Daten sind vielversprechend, aber nicht ausreichend für definitive Aussagen.
Besonders interessant wären Studien, die sich gezielt mit folgenden Fragen beschäftigen: Wie beeinflusst Tongkat Ali den weiblichen Hormonhaushalt in verschiedenen Zyklusphasen? Gibt es Unterschiede in der Verträglichkeit zwischen prä- und postmenopausalen Frauen? Und wie sieht das Langzeit-Sicherheitsprofil bei Frauen aus?
Bis solche Studien vorliegen, bleibt die Einordnung von Tongkat Ali für Frauen ein Bereich, in dem traditionelles Wissen und vorläufige wissenschaftliche Daten nebeneinanderstehen. Beides hat seinen Wert – aber keines allein reicht für abschließende Aussagen.
- Fehlende Langzeitstudien speziell mit weiblichen Probanden
- Keine Studien zu zyklusabhängigen Effekten von Tongkat Ali
- Bedarf an größeren randomisierten kontrollierten Studien mit Frauen
- Pilotstudien zur Perimenopause müssen repliziert werden
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Traditionelle Nutzung vs. moderne Forschung – Ein Zwischenfazit
Die traditionelle Nutzung von Tongkat Ali durch Frauen in Südostasien und die moderne Forschung erzählen keine widersprüchlichen Geschichten – sie erzählen verschiedene Kapitel derselben Geschichte. Traditionell wurde die Pflanze als ganzheitliches Tonikum verstanden, das Frauen in bestimmten Lebensphasen unterstützen konnte. Die moderne Forschung beginnt, einige dieser traditionellen Beobachtungen mit wissenschaftlichen Methoden zu überprüfen.
Was sich abzeichnet, ist ein differenziertes Bild: Tongkat Ali ist keine Wunderpflanze, aber auch nicht grundlos über Jahrhunderte genutzt worden. Für Frauen scheint die Pflanze – nach aktuellem Forschungsstand – ebenso gut verträglich zu sein wie für Männer, und einige der traditionellen Anwendungsbereiche finden zunehmend Unterstützung durch wissenschaftliche Daten.
Die nächsten Jahre werden zeigen, ob sich die vielversprechenden Pilotstudien in größeren Untersuchungen bestätigen lassen.
