Blutdruck – mehr als nur zwei Zahlen
Wenn der Arzt 120/80 mmHg misst, stecken dahinter zwei fundamentale Prozesse: Der obere Wert (systolisch) beschreibt den Druck, wenn das Herz sich zusammenzieht und Blut in die Arterien pumpt. Der untere Wert (diastolisch) zeigt den Druck in der Entspannungsphase, wenn sich das Herz mit neuem Blut füllt (Quelle: Review zu kardiovaskulären Eigenschaften von Tongkat Ali (2013)).
Von Bluthochdruck (Hypertonie) spricht man ab Werten von dauerhaft über 140/90 mmHg. Doch schon Werte zwischen 130/85 und 139/89 gelten als hochnormal und werden heute kritischer betrachtet als noch vor zwanzig Jahren. Weltweit sind schätzungsweise 1,3 Milliarden Menschen von Bluthochdruck betroffen – viele davon ohne es zu wissen.
Was viele nicht realisieren: Der Blutdruck ist keine statische Größe. Er schwankt im Tagesverlauf, reagiert auf Stress, Bewegung, Ernährung und sogar auf die Raumtemperatur. Chronischer Stress ist dabei einer der bedeutendsten modifizierbaren Risikofaktoren – und genau hier berührt sich die Blutdruckforschung mit der Tongkat-Ali-Forschung.
1.3 Mrd.
Menschen mit Bluthochdruck
140/90
mmHg Grenzwert
Nr. 1
Risikofaktor Herz-Kreislauf
50%
Unentdeckte Fälle geschätzt
Stickstoffmonoxid – der Schlüssel zur Gefäßgesundheit
Stickstoffmonoxid (NO) ist ein kleines, aber extrem wichtiges Molekül für die kardiovaskuläre Gesundheit. Es wird in den Endothelzellen – der Innenwand der Blutgefäße – produziert und bewirkt eine Entspannung der glatten Gefäßmuskulatur. Das Ergebnis: Die Blutgefäße erweitern sich, der Blutdruck sinkt, und die Durchblutung verbessert sich.
Die Entdeckung der Rolle von Stickstoffmonoxid im Herz-Kreislauf-System war so bedeutend, dass die beteiligten Forscher Robert Furchgott, Louis Ignarro und Ferid Murad 1998 den Nobelpreis für Medizin erhielten. Seitdem ist klar: Alles, was die NO-Produktion unterstützt, hat potenziell positive Effekte auf die Gefäßgesundheit.
Hier wird die Forschung zu Tongkat Ali interessant: Mehrere Laborstudien haben untersucht, ob bestimmte Inhaltsstoffe der Wurzel die NO-Produktion in Endothelzellen beeinflussen können. Die Ergebnisse sind vorläufig, aber die Forschungsrichtung ist vielversprechend.
Nobelpreis für NO-Forschung
Die Entdeckung von Stickstoffmonoxid als Signalmolekül im Herz-Kreislauf-System wurde 1998 mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet. NO reguliert die Gefäßweite, hemmt die Thrombozytenaggregation und spielt eine Rolle bei der Immunabwehr. Die Tongkat-Ali-Forschung untersucht mögliche Einflüsse auf die NO-Produktion.
Laborstudien zu Tongkat Ali und Gefäßfunktion
Die Forschung zum Einfluss von Tongkat Ali auf die kardiovaskuläre Funktion stützt sich bisher hauptsächlich auf Laborstudien und Tiermodelle. Eine Studie von Ang und Cheang (2012) untersuchte den Einfluss eines wässrigen Tongkat-Ali-Extrakts auf isolierte Rattenaorten und fand eine dosisabhängige Relaxation der Gefäßmuskulatur.
Die Forscher vermuteten, dass dieser Effekt teilweise über die Freisetzung von Stickstoffmonoxid vermittelt wird, da die Relaxation durch einen NO-Synthase-Inhibitor (L-NAME) teilweise blockiert werden konnte. Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass Tongkat Ali möglicherweise die endotheliale Funktion unterstützen könnte.
Eine weitere Studie aus Malaysia untersuchte den Einfluss auf isolierte Blutgefäße und fand ähnliche Ergebnisse. Die Forscher identifizierten Eurycomanon als eine der aktiven Verbindungen, die zur vasodilatorischen Wirkung beitragen könnten.
| Studie | Modell | Parameter | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Ang & Cheang (2012) | Isolierte Rattenaorta | Gefäßrelaxation | Dosisabhängige Entspannung |
| UPM Malaysia | Isolierte Blutgefäße | NO-Freisetzung | Erhöhte NO-Produktion |
| FRIM (2010) | Tiermodell (Ratte) | Systolischer Blutdruck | Tendenz zur Senkung |
| Bhat & Karim (2010) | In vitro Endothelzellen | eNOS-Expression | Gesteigerte Expression |
Unsere Empfehlung

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Cortisol und stressbedingter Bluthochdruck
Ein besonders relevanter Verbindungspunkt zwischen Tongkat Ali und Blutdruck ist der Stress. Chronischer Stress erhöht den Blutdruck über mehrere Mechanismen: Cortisol steigert die Natriumretention in den Nieren, erhöht die Empfindlichkeit der Blutgefäße für vasokonstriktorische Signale und stimuliert das sympathische Nervensystem.
Die gut dokumentierte Cortisol-senkende Eigenschaft von Tongkat Ali – in Studien um durchschnittlich 16 Prozent – könnte theoretisch auch positive Effekte auf den stressbedingten Bluthochdruck haben. Denn weniger Cortisol bedeutet weniger Natriumretention, geringere Gefäßspannung und eine gedämpfte sympathische Aktivität.
Dieser indirekte Zusammenhang wird in der Forschung als einer der plausibleren Mechanismen diskutiert, über den Tongkat Ali die kardiovaskuläre Gesundheit beeinflussen könnte. Direkte klinische Studien zum Blutdruck beim Menschen stehen allerdings noch aus.
- Cortisol erhöht die Natriumretention und damit das Blutvolumen
- Stresshormone steigern die Gefäßspannung
- Sympathikus-Aktivierung durch Dauerstress erhöht die Herzfrequenz
- Cortisolsenkung könnte diese Mechanismen abschwächen
- Studien zeigen 16% Cortisol-Reduktion durch Tongkat Ali
Traditionelle Nutzung und kardiovaskuläre Gesundheit
In der traditionellen Nutzung in Südostasien wurde Tongkat Ali nicht spezifisch gegen Bluthochdruck eingesetzt – das Konzept des Bluthochdrucks als Krankheit ist relativ modern. Allerdings beschreiben ethnobotanische Quellen die Verwendung der Wurzel bei Beschwerden, die aus heutiger Sicht mit kardiovaskulären Problemen in Verbindung gebracht werden könnten (Quelle: Sicherheitsstudie inkl. Herz-Kreislauf-Parameter (2021)).
In Malaysia berichten traditionelle Heiler von der Verwendung bei Kopfschmerzen, Schwindel und allgemeiner Schwäche – Symptome, die häufig mit Bluthochdruck einhergehen. Ob diese traditionelle Praxis einen rationalen Kern hat, wird von der modernen Forschung erst seit Kurzem systematisch untersucht.
Das Malaysian Herbal Monograph listet kardiovaskuläre Beschwerden unter den traditionellen Anwendungsgebieten, betont aber gleichzeitig, dass diese Angaben auf historischen Quellen basieren und keine klinische Evidenz darstellen.
Beim Tongkat Ali kaufen lohnt es sich, auf standardisierte Extrakte mit nachgewiesener Eurycomanon-Konzentration zu setzen.
Antioxidative Eigenschaften und Gefäßschutz
Oxidativer Stress spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung von Arteriosklerose – der Verengung und Verhärtung der Arterien, die eine Hauptursache für Herzinfarkt und Schlaganfall ist. Freie Radikale schädigen die Endothelzellen, fördern Entzündungen in der Gefäßwand und beschleunigen die Plaquebildung.
Mehrere Laborstudien haben die antioxidative Kapazität von Tongkat-Ali-Extrakten untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass bestimmte Inhaltsstoffe – insbesondere Phenolverbindungen und Quassinoide – freie Radikale neutralisieren können. Ob diese antioxidative Wirkung in vivo ausreicht, um einen relevanten Gefäßschutz zu bieten, ist allerdings noch nicht geklärt.
Die Kombination aus potenzieller NO-Stimulation, Cortisol-Senkung und antioxidativer Aktivität macht Tongkat Ali für die kardiovaskuläre Forschung zu einem interessanten Untersuchungsobjekt – auch wenn der Weg von Laborergebnissen zu klinischer Evidenz noch weit ist.
| Antioxidans-Parameter | Messmethode | Ergebnis (in vitro) |
|---|---|---|
| DPPH-Radikalfänger-Aktivität | Spektrophotometrie | Moderate Aktivität |
| FRAP-Wert | Ferric Reducing Power | Signifikante Reduktionskraft |
| Superoxid-Dismutase-Aktivität | Enzymassay | Gesteigerte Aktivität |
| Lipidperoxidation (MDA) | TBARS-Assay | Reduzierte Peroxidation |
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Was die Forschung noch klären muss
Die kardiovaskuläre Forschung zu Tongkat Ali befindet sich in einem sehr frühen Stadium. Die meisten Ergebnisse stammen aus Laborversuchen und Tiermodellen, klinische Studien am Menschen fehlen fast vollständig. Für belastbare Aussagen zum Einfluss von Tongkat Ali auf den Blutdruck sind randomisierte, kontrollierte Studien mit ausreichend großen Stichproben und objektiven Blutdruckmessungen (idealerweise 24-Stunden-Messungen) erforderlich.
Besonders folgende Fragen sind noch offen: Beeinflusst Tongkat Ali den Blutdruck bei normotensiven und hypertensiven Personen gleichermaßen? Gibt es einen relevanten Effekt über die Cortisol-Reduktion hinaus? Welche Rolle spielen die verschiedenen Inhaltsstoffe – Quassinoide, Alkaloide, Phenolverbindungen – einzeln und in Kombination?
Die internationale Forschungsgemeinschaft zeigt zunehmendes Interesse an diesen Fragestellungen. Mehrere Forschungsgruppen in Malaysia und Japan planen klinische Studien, die in den kommenden Jahren erste Ergebnisse liefern könnten.
Rechtlicher Hinweis für Deutschland
In Deutschland ist Tongkat Ali nicht als Nahrungsergänzungsmittel oder Lebensmittel zugelassen. Alle Informationen auf dieser Seite dienen ausschließlich der allgemeinen Wissensvermittlung und stellen keine Aufforderung zum Verzehr dar. Tongkat Ali wird bei uns als Rohstoff für externe Anwendungen wie Fußbäder oder Räucherwerk angeboten.
Blutdruck und Lebensstil – die unverzichtbare Basis
Kein pflanzlicher Rohstoff kann die Grundlagen eines gesunden Herz-Kreislauf-Systems ersetzen. Regelmäßige Bewegung (mindestens 150 Minuten moderate Aktivität pro Woche), eine salzreduzierte und kaliumreiche Ernährung, ein gesundes Körpergewicht und der Verzicht auf übermäßigen Alkoholkonsum sind die am besten evidenzbasierten Maßnahmen zur Blutdruckkontrolle.
Wer unter diagnostiziertem Bluthochdruck leidet, sollte unbedingt die ärztlich verordnete Medikation beibehalten. Bluthochdruck ist eine ernste Erkrankung, die bei Nichtbehandlung zu Herzinfarkt, Schlaganfall, Nierenversagen und anderen lebensbedrohlichen Komplikationen führen kann.
Sowohl unser Tongkat Ali Pulver als auch die Kapseln enthalten den hochwertigen 200:1 Extrakt.
- Mindestens 150 Minuten moderate Bewegung pro Woche
- Salzkonsum auf unter 5 Gramm pro Tag begrenzen
- Reichlich Obst, Gemüse und Vollkornprodukte
- Alkohol reduzieren, Rauchen aufgeben
- Stress aktiv managen – Entspannungstechniken erlernen
- Regelmäßige Blutdruckkontrollen beim Arzt
Einordnung der Forschungsergebnisse
Die kardiovaskuläre Forschung zu Tongkat Ali liefert erste interessante Hinweise auf mögliche Zusammenhänge. Die Laborstudien zu NO-Produktion und Gefäßrelaxation sind vielversprechend, und der indirekte Zusammenhang über die Cortisol-Reduktion ist biologisch plausibel. Gleichzeitig fehlen die entscheidenden klinischen Studien am Menschen.
Für Leser mit Interesse an kardiovaskulärer Gesundheit gilt: Die Forschung zu Tongkat Ali ist ein Wissensbaustein unter vielen. Die verlinkten Artikel bieten weiterführende Informationen zu Stress, Gewicht und allgemeiner Gesundheit – allesamt Themen mit direkter Relevanz für das Herz-Kreislauf-System.
Regelmäßige Vorsorge
Ab dem 35. Lebensjahr empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie regelmäßige Herz-Kreislauf-Checks beim Hausarzt. Dazu gehören Blutdruckmessung, Cholesterin-Bestimmung und EKG. Prävention ist der beste Schutz.
